Stiftungs-Aktionen 2019

Spielend durch Raum und Zeit

Die Dreieich-Zeitung vom 11. 12. 2019 kommentiert das neue Memo der Bürgerstiftung Dreieich

"Jahrhundertzeiten"-Memo - erfolgreiche Serie in der DZ- von Jens Hühner

Ab sofort zum Preis von 15 Euro erhältlich: Das Dreieicher "Jahrhundertzeiten"-Memo, das Stephan Heinsius und die Bürgerstiftung mit Unterstützung der Dreieich-Zeitung sowie von Sponsoren realisiert haben. Foto: Heinsius

Freuen sich über das neue "Memo": Stephan Heinsius (rechts) und Ullrich Behrendt (Bürgerstiftung). Foto: Heinsius

DREIEICH. Was wurde aus der Kastanienallee des Hofgutes Mariahall? Wie hat das Buchschlager Kriegerdenkmal die vergangenen 90 Jahre überstanden? Was hat sich auf der "Götzenhainer Hub" getan? Wie hat sich der Garten der Hayner Burg verändert? Und was ist seit den 1950er Jahren am Offenthaler Ortsausgang geschehen? Antworten auf diese Fragen erhält, wer in den kommenden Tagen das neue "Dreieich-Memo" der Bürgerstiftung in die Hände bekommt - sei es nun als Käufer oder als Beschenkter an Weihnachten. Fest steht: Die Spieler erwartet eine ebenso unterhaltsame wie aufschlussreiche Reise durch Vergangenheit und Gegenwart Dreieichs - eine spielerische Tour durch Raum und Zeit, bei der es nach klassischer "Memo"- Art darum geht, 36 Bildpaare zusammenzufügen. Allerdings, und das ist die attraktive Besonderheit, besteht jedes Fotodoppel aus einer alten und einer aktuellen Aufnahme ein und desselben Ortes. Mit Erscheinen des neuen "Dreieich-Memos" kurz vor Weihnachten 2019 hat Stephan Heinsius sein viel beachtetes Projekt "Jahrhundertzeiten" zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht - auch wenn der Fotograf und Autor des Bildbandes "Der Himmel über Dreieich" (2017) bereits über Folgeaktionen wie etwa die Veröffentlichung eines "Jahrhundertzeiten"-Buches nachdenkt. In Vorbereitung sind auch Postkarten mit Bildpärchen aus allen fünf Stadtteilen, die demnächst ebenso wie das Memo-Spiel zu Gunsten der Bürgerstiftung angeboten werden. Der Erlös des von Heinsius initiierten und ehrenamtlich gestemmten Projektes fließt somit in die Förderung bürgerschaftlichen Engagements; dies ist das zentrale Anliegen der von Dr. Heidi Soboll geführten Stiftung. Die Veröffentlichung des ersten "Dreieich-Memos" mit Stadtansichten von 14 Hobbyfotografen flankierte im Jahr 2014 die Gründung der Stiftung (Motto: "Zusammen wirken, miteinander wachsen, gemeinsam leben"). Auch Exemplare dieses Spiels sind noch zu haben. Nun also folgt das "Jahrhundertzeiten"-Projekt: Mit Unterstützung der Dreieich-Zeitung, die in den Jahren 2018 und 2019 regelmäßig ausgewählte historische Aufnahmen und die Frage "Wo ist das?" veröffentlichte, spürte Heinsius dem Wandel in der Stadt am Hengstbach nach. Wie wurde ein Gebäude verändert? Was ist aus dem Stadtbild verschwunden? Wo sorgen Neubauten oder umgebaute Straßen für eine gänzlich andere Optik? Weit über 2.000 historische Aufnahme aus den fünf Stadtteilen hat der Dreieicher aus privaten Alben, Pappkartons und Datenbanken von Heimatforschern und -vereinen erhalten. Dank dieser Papierabzüge, Dias, Negative und Digitalbilder konnte er bei der Auswahl von Motiven aus dem Vollen schöpfen. Den Aufrufen der DZ - im Stadtbild von heute der Ansicht von gestern nachzujagen und dieses aus dem möglichst gleichen Blickwinkel einzufangen - folgten viele Dreieicher. Und so nahm das Spiel mit den sich wandelnden Orten Gestalt an. Weil das Ergebnis nicht zuletzt dazu einlädt, sich auf lokaler Ebene mit den Kräften der Veränderung und der Wucht des Wachstums zu befassen, darf einer geplanten Ausstellung im DreieichMuseum mit Interesse entgegengesehen werden. Eröffnet wird dieses Dreieicher Kaleidoskop mit einer Vielzahl von Bildern und Collagen am 1. Februar 2020. Erhältlich ist das "Jahrhundertzeiten"-Memo zum Preis von 15 Euro (dies gilt auch für die 2014- er Ausgabe) hier: Bürgerhaus Sprendlingen (Fichtestraße 50), Dreieich-Apotheke (Buchschlager Allee 11-13), Buch-Kontor (Fahrgasse 24), Buchschlager Markt (Buchschlager Allee 19), Buchhandlung "Gut gegen Nordwind" (Hauptstraße 84), Gabi's Gourmet- und Teelädchen (Hauptstraße 35). Infos und Fotos präsentiert Heinsius auf seiner privaten Seite www.stephan-heinsius.de.